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Mexiko Erlebnis-Studienreise, 16 Tage / 15 Nächte


Mexiko Erlebnis-Studienreise, 16 Tagen / 15 Nächte
Buchungscode: MX-TRT-V-RR-0003

Während dieser 16-tägigen Studienreise in kleiner Gruppe mit maximal 12 Teilnehmern und deutschsprachiger Studienreiseleitung werden Sie tiefe Einblicke in das Mexiko von einst und heute gewinnen. Mexiko ist reich an Zeugnissen alter Kulturen und in vielen Teilen des Landes sind die alten Lebensgewohnheiten der verschiedenen indigenen Völker immer noch gut zu erkennen. Auf dieser Reise werden Sie intensiv mit Beispielen herausragender Architektur, Kunst und Archäologie in Berührung kommen, was Sie auf mehr Informationen neugierig machen wird. Eine deutschsprachige Studienreiseleitung wird Ihnen dafür mit qualifizierten Erläuterungen und wissenswerten Hintergrundinformationen zur Seite stehen. Damit Sie diese hochwertige Studienreise rundum genießen können, haben wir ausschließlich Hotels der gehobenen Mittelklasse oder Premium-Hotels vorgesehen.

Das Reiseprogramm im Detail:

1. Tag – Anreise

Herzlich willkommen in Mexiko!

Wahrscheinlich ist Ihnen beim Landeanflug die immense Größe der mexikanischen Hauptstadt so richtig bewusst geworden. 8,8 Millionen Menschen leben in der Stadt selbst. Rechnet man die Bevölkerung der Metropolregion Zona Metropolitana del Valle de México dazu, dann sind es über 20 Millionen Menschen. Sie sind in einer der größten Metropolregionen der Erde gelandet. Und gleich noch eine beeindruckende Zahl: Mexico City liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 2.310 Metern über dem Meeresspiegel, obwohl die Stadt nach geographischen Maßstäben im "Tal von Mexiko" liegt. Die Zwillingsvulkane Popocatépetl und Iztaccíhuatl ganz in der Nähe sind beide über 5.000 Meter hoch. 

Genug der Zahlen. Sie wollen nach der langen Anreise sicherlich zuerst einmal in Ihr Hotel. Unser Guide für den Transfer, der Sie am Flugplatz erwartet hat, bringt Sie hin. Wir haben für Sie ein schönes Haus im historischen Stadtzentrum ausgesucht.

Ihr heutiges Hotel: Hampton Inn Suites

Das 4*- Hotel Hampton Inn Suites, in dem Sie die nächsten Tage wohnen werden, ist in einem sehr gepflegten Haus untergebracht, das zum UNESCO Weltkurlturerbe gehört. Es hat 108 Zimmer und liegt absolut zentral.

2. Tag – Teotihuacán und Basilika von Guadalupe

Nachdem Sie sich mit dem Frühstück gestärkt haben, kann die Studienreise beginnen. Und die bekommt einen richtig starken Auftakt. Denn Sie fahren mit Ihrem Studienreiseführer, der Sie auf dieser Reise begleiten wird, gleich zu einem der absoluten Highlights des Landes. Ihr Ziel ist Teotihuacán oder die Stadt der Götter, wie die Azteken sie nannten, nachdem sie in der damals schon verlassenen Stadt ankamen.

Bis heute wird darüber gerätselt, was den Niedergang dieser Stadt ausgelöst hat, in der einmal 200.000 Menschen gelebt haben sollen und die bereits ca. 100 vor Chr. gegründet und ca. 650 n. Chr. verlassen wurde. Vieles aus der Glanzzeit dieser Zivilisation ist noch gut erkennbar, z. B. großartige Wandmalereien. Besonders beeindruckend ist die Sonnenpyramide. Nach der Cheops-Pyramide in Ägypten ist sie die zweithöchste Pyramide der Welt. Deutlich kleiner, deshalb aber nicht weniger interessant ist auch die Mondpyramide. Oder der Templo de Quetzalcóatl, der am anderen Ende der schnurgeraden, ca. 2 km langen Calzade de los Muertos (Todesstraße) liegt. Mit den schönen und gut erhaltenen Skulpturen der gefiederten Schlange und des Regengottes Tlaloc ist er einer der bemerkenswertesten Tempel von Teotihuacán. Quetzalcóatl und Tleloc waren die wichtigsten Götter der Teotihuacáner.

Auf dem Rückweg lernen Sie die Agave kennen. Also die Pflanzenart, aus der man in Mexiko Pulque und Tequila gewinnt. Wobei Pulque eigentlich eher der Vorgänger des Tequila aus vorspanischen Zeiten ist. Sie können davon probieren. Danach besuchen Sie noch die Basilika der Jungfrau von Guadalupe, die vor allem für die Einheimischen ein sehr wichtiges Pilgerziel ist.

Sie übernachten wieder im gleichen Hotel wie am Vortag.

3. Tag – Mexico City: Zócalo und Anthropologisches Museum

Heute erkunden Sie zunächst die nähere Umgebung, denn Sie wohnen ja nicht weit vom "Zócalo", wie die Hauptplätze in vielen mexikanischen Städten genannt werden, entfernt. Sie starten in der Kathedrale am Zócalo, in der so ziemlich alle sakralen Baustile ausgemacht werden können. Direkt daneben finden Sie das Museum des Templo Mayor. Hier werden die Überreste des von den Spaniern zerstörten Großen Tempels der Azteken aufbewahrt. Immer noch am Zócalo und hier im Nationalpalast können Sie an den bekannten Wandmalereien "Murales" des mexikanischen Künstlers Diego Rivera (1929 - 1939 Ehemann von Frida Kahlo, später nochmalige Heirat) einen bebilderten Streifzug durch die mexikanische Geschichte unternehmen.

Auf dem Weg zum Nationalmuseum für Anthropologie kommen Sie über den Prachtboulevard "Reforma" und den Chapultepec-Park, der mit ca. 4 km² Fläche die größte Grünanlage im Zentrum ist. Aber nicht nur das. Der Hügel im Park, auf dem das frühere Schloss der spanischen Vizekönige und bis 1940 auch der mexikanischen Präsidenten steht, war früher eine Hochburg der Tolteken. Deren letzter Herrscher soll sich im Jahr 1177 hier erhängt haben. Später siedelten die Azteken auf diesem Hügel an, konnten sich aber nur wenige Jahre halten. Im zweiten Anlauf errichteten sie einen Tempel mit umliegendem Garten. Alle Herrscher seit Moctezuma I. (1390-1469) haben sich an einer Felswand im östlichen Ende des Hügels in Form von Reliefdarstellungen verewigt. Vieles davon wurde im Lauf der Zeit zerstört, denn der Park war noch bis weit ins 19. Jahrhundert immer wieder heftig umkämpft. Das Bildnis des Moctezuma II. ist in Teilen allerdings noch recht gut erhalten.

Vom Heuschreckenhügel (Chapultepec in der Nahuatl-Sprache) kommen Sie in das Anthropologische Museum. Hier sind Sie sicherlich für den guten Rat Ihres Guide dankbar, denn die Fläche und die Auswahl an Exponaten aus unterschiedlichsten Zeiten und Kulturen ist riesig. Die wichtigsten wird Ihr Führer für Sie in eine interessante Auswahl quer durch Epochen und Regionen packen und Ihnen zeigen und erläutern. Dazu gehört dann natürlich auch der bekannte Aztekenkalender, eines der Glanzstücke des Museums.

Auch heute werden Sie wieder im bisherigen Hotel übernachten.

4. Tag – Künstlerviertel Coyoacán, Tonantzintla

Viele Künstler in Mexico City leben im Künstlerviertel Coyoacan im Süden der Stadt. Auf dem Markt in diesem Viertel finden sich viele typisch mexikanische Gebrauchsartikel und Essenszutaten, Und natürlich besuchen Sie hier auch das "Blaue Haus", in dem die Künstlerin Frida Kahlo zusammen mit ihrem Ehemann Diego Riviera lange gelebt und gearbeitet hat.

Von hier aus verlassen Sie dann die Stadt. Vorbei an den beiden Vulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl fahren Sie nach Cholula. Hier befindet sich das ausgedehnteste vorspanische Bauwerk ganz Amerikas, ein "von Menschenhand gemachter Hügel". Genau genommen ein kurioses Bauwerk. Denn diese große, 62 m hohe Pyramide, birgt eine kleinere Pyramide in sich. Letztere wurde von den Olmeken gebaut. Die Teotihuacaner überbauten sie und die Tolteken vollendeten das Bauwerk mit einem Tempel auf der Spitze. Dann kamen die Spanier, die wiederum den Tempel durch eine Kirche ersetzten. Da sich diese Geschichte ebenso schwierig wie interessant anhört, haben Archäologen in der Pyramide Tunnel angelegt, um den Aufbau zu erforschen. Die Tunnel sind auch für Besucher zugänglich und ... interessant!

Weiter geht es nach Tonantzintla. Dort besuchen Sie die Dorfkirche. Bis auf die Tatsache, dass der Glockenturm ca. 50 Meter von der Kirche entfernt steht, macht diese von außen einen eher unauffälligen Eindruck. Die indigene Bevölkerung hat innen aber einen sehenswerten Kuppelhimmel gestaltet, in dem sich christliche und heidnische, aus Stuck geformte, bemalte und mit Blattgold überzogene Elemente prachtvoll vermischen. Bitte beachten Sie das in der Kirche geltende, absolute Fotografierverbot!

Noch ein kurzes Stück Weg und Sie haben Ihr heutiges Tagesziel Puebla erreicht.

Ihr heutiges Hotel: Colonial Puebla

Das schöne, koloniale 3*-Hotel Colonial liegt nahe dem Hauptplatz von Puebla. Im Innenhof finden Sie hier ein sehr gutes Restaurant.

5. Tag – Puebla, Sierra Mixteca, Oaxaca

Wer sich ein wenig in der mexikanischen Geschichte auskennt, der weiß, dass die Franzosen auch in Mexiko ein Waterloo hatten. Genau hier, in Puebla. Allerdings rund 50 Jahre nach der Niederlage Napoleons im echten Waterloo. Im Jahr 1862 wurde das französische Invasionsheer in Puebla entscheidend geschlagen. Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen, wenn Sie am frühen Morgen durch das historische Stadtzentrum laufen. Auffallen werden Ihnen aber ganz sicher die vielen unterschiedlichen Fassaden, an denen sich rote Ziegel, bläuliche Kacheln, grauer Naturstein und weißer Stuck in bunter Reihenfolge gestalterisch ergänzen. Auch die Rosenkranzkapelle, die Sie auf dem Weg besuchen, dürfte Ihnen sicherlich gefallen. Vor allem, wenn Sie Barock nicht abgeneigt sind. Ihr Guide wird Ihre Eindrücke auf diesem Stadtrundgang mit interessanten Geschichten zu ergänzen wissen.

Auf dem Weg nach Oaxaca, dem heutigen Etappenziel, queren Sie die Sierra Mixteca, die Teil eines großen Biosphärenreservates ist. In einem ethnobotanischen Garten, an dem Sie einen Stopp einlegen, besichtigen Sie die natürliche Wüstenvegetation, darunter meterhohe Säulenkakteen. Viele der hier wachsenden Pflanzen können als Heilpflanzen genutzt werden. Welche das sind, erfahren Sie hier. Am Abend sind Sie dann in Oaxaca.

Ihr heutiges Hotel: Casa Conzatti

Unweit des Zentrums, in einer ruhigen Wohngegend und an einem Park liegt das von einem italienischen Botaniker gegründete 4*-Hotel Casa Conzatti. Auch hier gibt es im Innenhof ein schönes Restaurant.

6. Tag – Monte Albán, Baum von Tule, Oaxaca

Die archäologische Anlage von Monte Albán besucht man am besten früh am Morgen, bevor die großen Touristenmassen ankommen. Denn dieser hohe Hügel, von dem man eine grandiose Aussicht ins Tal hat, zeigt faszinierende Reste der ehemaligen Zapoteken-Hauptstadt. Begonnen hat hier alles bereits um 800 vor Chr. mit den Olmeken. Danach kamen die Zapoteken, die hier um die Jahrtausendwende ihre Hauptstatt hatten. Später diente Monte Alban vielen anderen Kulturen und bis in die Zeit der Mixteken im 13. Jahrhundert nur nach als Grabstätte. Unter anderem sind hier auch einige Könige bestattet worden. Besonders beeindruckend ist, das die Spitze des Berges von den Erbauern total abgetragen und auf einer Grundfläche von 300 mal 700 m eben planiert wurde.

Anschließend stehen Sie vor einem ca. 2.000 Jahre alten Naturwunder, dem Baum von Tule. Es handelt sich dabei um eine Montezuma Zypresse mit einem gigantischen Stammdurchmesser. Zurück in der Kolonialstadt Oaxaca empfiehlt sich noch ein Bummel durch die Fußgängerzone. Wenn Sie wollen, können Sie auch die Eindrücke von Monte Alban ergänzen. Im ehemaligen Santo Domingo Kloster sind Beigaben aus einem Grab von Monte Albán ausgestellt.

Sie übernachten wieder im gleichen Hotel wie am Vortag.

7. Tag – Mitla, Juchitán, Tuxtla Gutiérrez

Steinmosaike und filigrane Wandmalereien finden sich an den Wändern der alten Paläste, die Sie heute in Mitla besuchen. Es handelt sich um eine zapotekische Wohn- und Zeremonialanlage, die später von den Mixteken übernommen wurde. Schon mindestens 500 v. Chr. wurde hier gesiedelt, das Zeremonialzentrum war bis zur Ankunft der Spanier in Betrieb. Ihr Guide wird Ihnen hier insbesondere die noch sichtbare Symbolik erläutern.

Danach geht es zu den Würmern. Denn Sie lernen den handwerklichen Prozess kennen, bei dem Mexcal gebrannt wird. Eine der bekanntesten Sorten erhält ihren besonderen Geschmack durch die Beigabe von Raupen. Prost, lassen Sie sich den "Wurm-Mezcal" schmecken, auch wenn Sie dabei von den Raupen nichts schmecken werden.

Weiter geht es auf etwas kurviger Straße durch einen landschaftlich sehr reizvollen Abschnitt. In Juchitán besuchen Sie einen sehr bunten, traditionellen Markt, auf dem in Trachten gekleidete, zapotekische Marktfrauen ihre Produkte anbieten. Der heutige Tag, der auch die längste Tagesstrecke dieser Reise von Ihnen abverlangt, endet in Tuxtla Gutiérrez, bzw. Chiapa de Corzo.

Ihr heutiges Hotel: La Ceiba

Das 3*-Hotel La Ceiba liegt im kleinen Dorf Chiapa de Corzo, nahe dem Eingang zum Sumidero Canyon, den Sie morgen befahren werden.

8. Tag – Sumidero Canyon, Chiapa de Corzo und San Cristobal de las Casas

Rabengeier, Krokodile, Leguane, Eulen, Fasane und Klammeraffen werden Ihnen eventuell begegnen, wenn Sie bei Ihrer ersten Aktivität des heutigen Tages auf dem Grijalva durch den bis zu 1.000 m tiefen Sumidero Canyon fahren. Aber keine Sorge, Sie sind mit dem Boot in richtig schneller Fahrt und vor allem sicher unterwegs. Mehrere Stopps an interessanten Felsformationen und an der Staumauer des Chicoasén Wasserkraftwerkes sind eingeplant.

Danach fahren Sie in ein "Pueblo Mágico", in das vom mexikanischen Tourismusministerium ausgezeichnete "magische Dorf" Chiapa de Corzo. Nach einer kurzen Besichtigung müssen bei der anschließenden Fahrt nach San Cristobal rund 2.000 Höhenmeter überwunden werden. Kein Problem, Sie sind inzwischen gut akklimatisiert. Nach ca. einer Stunde kommen Sie in San Cristobal de las Casas an.

Ihr heutiges Hotel: Casa Mexicana

Kunstfreunde werden das in Gehweite zur Fußgängerzone von San Cristobal liegende 4*-Hotel Casa Mexicana lieben. Im ganzen Haus wrid mexikanische Kunst gezeigt.

9. Tag – Chamula, Zinancantán und San Cristobal de las Casas

Dass christliche und heidnische Elemente in Ritualen miteinander verbunden werden, ist in dieser Gegend mit alten Maya-Traditionen nichts besonderes. In San Juan Chamula, der ersten Station Ihrer heutigen Exkursion, begegnet Ihnen aber eine absolut ungewöhnliche Ausprägung dieser Glaubensorientierung. In der kleinen Dorfkirche San Juan Bautista ist nicht Jesus die wichtigste Person sondern Johannes der Täufer. Denn schließlich habe dieser Jesus getauft, meinen die Gläubigen im Ort. Gebetet wird nicht nur am Kreuz. Auch viele Heilige werden in der Kirche, die keine Sitzbänke, keine Orgel und auch keinen Pfarrer hat, angebetet. Dafür werden in ihr mit großer Selbstverständlichkeit Hühner geopfert und die Seele mit viel Maisschnaps gereinigt. Zur Not reicht auch Cola, denn nach fester Überzeugung entweichen bei einem Rülpser die bösen Geister aus dem Körper des Menschen. Bitte beachten Sie, dass der Glauben von den Einheimischen so Ernst genommen wird, dass in der Dorfkirche absolutes Fotografierverbot herrscht.

Auf dem hiesigen Markt können Sie das örtliche Leben beobachten und beim Besuch einer Familie erhalten Sie anschließend Einblicke in die Lebensweise der Bevölkerung. Danach fahren Sie nach San Cristobal zurück, wo Sie sich bei Kaffee und Kuchen noch darüber unterhalten werden, was es mit dem "Indianerapostel" de las Casas auf sich hat, dem San Cristobal seinen Beinamen verdankt. Der Rest des Tages steht Ihnen dann zur freien Verfügung.

Sie übernachten wieder im gleichen Hotel wie am Vortag.

10. Tag – Toniná, Agua Azul, Palenque

Bei Besichtigungen in dieser Gegend wird oft Toniná übersehen, obwohl dies zwischen 600 und 900 n. Chr. eine der mächtigsten Mayastädte war. So mächtig, dass die stolzen Nachbarn von Palenque 711 im Krieg nicht nur geschlagen wurden. Toniná überlebte das weit bekanntere Palenque auch mehr als 100 Jahre und wurde erst Anfang des 10. Jahrhunderts verlassen. Es gibt hier viel zu sehen. Auf Stuckreliefs wird eindrucksvoll die Glaubenswelt des Mayavolkes dokumentiert. Ebenso aber auch die Brutalität, mit der die Soldaten aus Toniná ihre Kriege geführt haben.

Agua Azul ist auf dem Weg nach Palenque dann die nächste Anlaufstelle. Das Gebiet dieser Wasserfälle erstreckt sich über mehrere Kilometer. In immer neuen Kaskaden stürzt das Wasser des Rio Agua Azul aus Höhen von 2 bis 30 Metern in die Tiefe und vereinigt sich später wieder für den weiteren Flußverlauf. Das Wasser hat eine türkisblaue Farbe und ist übersättigt an Mineralien, hauptsächlich Kalk. Rings um die Wasserfälle wachsen Kakaopflanzen, Würgefeigen und andere tropische Gewächse. Ihr Guide wird sie Ihnen zeigen. Danach Weiterfahrt nach Palenque, wo Sie heute übernachten werden.

Ihr heutiges Hotel: Villa Mercedes

Nicht weit von den Ausgrabungsstätten von Palenque entfernt, werden Sie heute im modernen 4*-Hotel Villa Mercedes erwartet.

11. Tag – Bonampak, Yaxchilán

Man war früher immer der Meinung, dass die Maya ein friedliches Volk gewesen seien. Bis man in der Forschung Informationen bekam, die etwas völlig anderes aussagten. Zum Beispiel wurden im Jahr 1946 in alten Tempeln Malereien mit vielen kriegerischen Szenen gefunden. Man gab ihnen den Namen Bonampak, was so viel wie "bemalte Wände" bedeutet. Diese Bilder waren so sensationell, dass übereifrige Reiseleiter die Farben dieser Bilder noch stärker zum Leuchten bringen wollten. Mit dem dafür verwendeten Benzin erreichten Sie aber genau das Gegenteil, weshalb aufwändige Restaurierungsarbeiten erforderlich wurden. Diese sind inzwischen weitestgehend beendet und – ja – dadurch leuchten jetzt die Farben natürlich auch wieder kräftiger. Ziel erreicht.

Im weiteren Verlauf des Tages sehen Sie noch andere Zeugnisse der alten Mayakultur in Form von Stelen, Altären und Türstürzen mit Glyphentexten und Szenen aus der damaligen Zeit. Sie fahren dafür mit einem Boot entlang der Grenze zu Guatemala auf dem Usumacinta nach Yaxchilán. Danach kehren Sie nach Palenque zurück.

Sie übernachten wieder im gleichen Hotel wie am Vortag.

12. Tag – Palenque

Knapp 10 km von Palenque entfernt beginnt die gleichnamige archäologische Zone. Wie die einstigen Bewohner die Stadt nannten, ist bis heute unklar. Die Ruinen wurden bereits im 18. Jahrhundert entdeckt. Es wird bis heute gegraben und man wird es weiter tun, denn Palenque gilt als eine der wichtigsten und schönsten archäologischen Stätten des Landes. Fachleute schätzen, dass man noch nicht einmal ein Viertel der damaligen Stadt ausgegraben hat und der große Rest noch unter dem dichten Urwald versteckt ist.

Wer früh am Morgen kommt entgeht den vielen Touristen, die Palenque jeden Tag besuchen. Um diese Zeit hört man noch die Papageien und mit zunehmender Tageshitze werden dann auch die Brüllaffen ruhiger. Man weiß viel über diese alte Stadt, denn an den Bauwerken und Stelen gibt es viele schriftliche Zeugnisse. Sprache, Zahlen und Kalenderangaben der Maya waren präzise und sind heute vollständig entschlüsselt. Viele Geschehnisse in der rund 900-jährigen Geschichte der Stadt lassen sich auf den Tag genau datieren. 

Nach der Besichtigung folgt eine längere, aber entspannte Fahrt in Richtung Campeche.

Ihr heutiges Hotel: Tucan Siho Playa

Direkt am Ufer des Golf von Mexico, in der Nähe der Stadt Campeche, liegt das 4*-Hotel Tucan Siho Playa.

13. Tag – Relaxen oder Edzná und Campeche

Ihr Hotel gilt als eines der komfortabelsten Häuser am Golf von Mexico. Und nach 12 Tagen Rundreise mit intensiven Studien kommt Ihnen ein Ruhetag am Pool oder am Strand vielleicht sehr gelegen. Kein Problem. Es ist alles für Sie vorbereitet.

Andererseits könnten Sie aber von all dem, was Ihnen in den letzten Tagen begegnet ist, auch so fasziniert sein, dass Sie unbedingt noch mehr sehen und hören wollen. Auch kein Problem. Schließen Sie sich einfach Ihrem Reiseleiter an, der mit Ihnen eine kleine Rundreise nach Edzná und Campeche macht.

Edzná bedeutet "Haus der Itzáes", was sich auf jene Mayas bezieht, die sich zwischen 900 und 1200 n. Chr. im Westen von Yucatan ein wahres Imperium aufgebaut haben. Das 60 Meter hohe "Haus der fünf Stockwerke", eine beeindruckende Stufenpyramide. ist eines der bedeutendsten Relikte aus dieser glorreichen Zeit. Mit einem aufwändigen Kanalsystem bewässerten die damaligen Bewohner das umliegende Land auf einer Fläche von für damalige Verhältnisse beeindruckenden 25 km². Mit zahlreichen Zistenen und kilometerlangen Kanälen – der größte Kanal war 12 km lang und 50 m breit – konnten Trockenzeiten überstanden werden. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Stadt verlassen.

Die Stadt Campeche gehört zum Weltkulturerbe. Sie können dort ein kleines Mayamuseum besuchen, an der Strandpromenade bummeln oder ein Bad im Meer nehmen. Zuerst sollten sie sich aber die noch gut erhaltene alte Stadtmauer und die Festung San Miguel anschauen, die früher als Bollwerk gegen Piratenangriffe diente.

Sie übernachten wieder im gleichen Hotel wie am Vortag.

14. Tag – Puuc Route, Merida

In den alten Mayastätten Yucatans findet sich sehr häufig ein bestimmter Architekturstil wieder. Besonders charakteristisch sind langgestreckte Bauten mit streng horizontaler Fassadengliederung. Nachdem die Region relativ flach ist und selbst kleinste Erhebungen in der hiesigen Mayasprache schon als Puuc (sinngemäß: kleiner Hügel) bezeichnet werden, hat man in Anlehnung daran, die Architektur der archäologischen Fundorte in dieser Gegend als Puuc-Stil definiert. Sie werden heute zwei dieser Ausgrabungsstätten entlang der "Puuc-Route" besichtigen. Zunächst Kabah, mit seinem Triumphbogen und einem mit Regengottmasken bedeckten Gebäude. Später dann Uxmal, eine der bedeutendsten archäologischen Zonen der Maya überhaupt und deshalb seit 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Dazwischen halten Sie aber noch im Dorf Santa Elena an. Hier sehen Sie, wie man Sisal gewinnt und daraus Schnüre machen kann. Sie hören und lernen hier außerdem einiges über Heilkräuter. Und vielleicht erzählt man Ihnen hier auch noch ein paar Geschichten über Kobolde, bevor Sie die Fahrt zu Ihrem heutigen Etappenziel Merida fortsetzen.

Ihr heutiges Hotel: Conquistador Merida

Das moderne 4*-Sterne Hotel Conquistador liegt direkt an der Prachtstraße Paseo de Montejo in Merida.

15. Tag – Chichen Itzá, Grotten von Balankanché

Heute, am vorletzten Tag dieser Studienreise, besuchen Sie einen Programmpunkt, der 2007 in einer etwas fragwürdigen Kür zu einem der "neuen sieben Weltwunder" gewählt wurde. Immerhin war Chichen Itzá, die alte Mayastadt, dabei in würdiger Gesellschaft mit z. B. der Chinesischen Mauer, dem Kolosseum in Rom oder auch der Inkastadt Machu Picchu in den Anden von Peru. Wie ernst auch immer man diese Wahl nimmt (oder auch nicht), an der weltweit angeblich 90 Millionen Menschen teilgenommen haben, Chichen Itzá ist in jedem Fall herausragend.

Für Sie schließt sich hier auch ein Kreis. Sie erinnern sich an Ihren Besuch in Teotihuacán am zweiten Tag dieser Reise? An den früheren Tolteken-König und als Gott verehrten Quetzalcóatl, der dort als gefiederte Schlange dargestellt wurde? Hier, in der alten Mayastadt, begegnen Sie ihm in genau der gleichen Gestalt wieder. Wenn auch unter dem Namen Kukulkan. Nach ihm ist hier eines der wichtigsten Gebäude, eine Pyramide benannt.

Auf den ersten Blick ist diese toltekische Präsenz in einer Mayastadt verwunderlich. Aber nach dem Ende ihrer Vorherrschaft in Zentralmexiko flohen viele Tolteken nach Yukatan und konnten dort einige Mayastädte erobern. Und tatsächlich lassen sich auch in Chichen Itzá einige ganz konkrete Hinweise erkennen, dass die Tolteken in dem als bedeutende Mayastadt bekannten Ort ab dem 11. Jahrhundert sehr großen Einfluss genommen haben. Sie werden – so wie schon bisher auf dieser Reise – in Chichen Itzá sicherlich noch mehr solcher Zusammenhänge erzählt bekommen, die letztendlich die faszinierende Geschichte dieses Landes besser verstehen helfen.

Nur ca. fünf Kilometer von Chichen Itzá entfernt, in den Grotten von Balankanché, hatten die Maya einen Ort, den sie für Opferrituale, aber auch als Grabstätte für wichtige Persönlichkeiten genutzt haben. In einer Unterwasserhöhle sind Reste der Opferzeremonien und Keramikgegenstände gut erhalten geblieben, die in den Grotten besichtigt werden können.

Ihr heutiges Hotel: Mayaland Chichen Itzá

Recht nahe bei den Ausgrabungen von Chichen Itzá und eingebettet in üppige Vegetation empfängt Sie das noble 4*-Sterne Hotel Mayaland.

16. Tag – Cobá, Tulum, Ende der Studienreise

"Time to say good bye?". Nein, noch sind wir nicht ganz fertig mit dem, was Sie auf dieser Studienreise unbedingt sehen sollten. Wir schauen noch in Coba vorbei, einer weiteren alten Mayastadt. Steigen Sie zum Abschied noch einmal auf eine dieser sagenhaften Pyramiden. Hier zum Beispiel auf die 42 m hohe Pyramide El Castillo, die höchste Pyramide in Nordyukatan. Sie ist ein kleiner Teil dieser Stadt, die sich früher über eine Fläche von ca. 70 km² erstreckt haben soll und von der bisher nur ein Bruchteil ausgegraben ist.

Danach fahren wir weiter nach Tulum, das als Stadt nie eine besondere Bedeutung hatte. Aber die Maya betrieben auch Küstenschifffahrt und Handel im kompletten Bereich der Halbinsel. Von Tulum aus wurde Coba versorgt und die Stadt diente zugleich als Hafen und zur Verteidigung. Einige der alten Verteidigungsanlagen thronen auf den ca. 12 Meter hohen Felsen direkt über dem weißen Sandstrand an der Karibikküste. Wir besuchen sie auf einem Bummel durch eine wunderschöne Gartenanlage.

Um die Mittagszeit endet diese interessante Studienreise, die für Sie sicherlich zugleich auch eine Erlebnisreise war, die Ihnen lange und positiv in der Erinnerung bleibt.   

Abschied oder Verlängerung?

Nach dieser schönen und informativen Rundreise haben Sie vielleicht noch ein paar Tage Zeit. Was tun mit diesen Tagen? Es gibt viele Möglichkeiten, denn Mexiko ist sehr vielseitig.

Vielleicht wollen Sie noch ein wenig in einem schönen Badehotel ausspannen, bevor Sie die Heimreise antreten. Egal, wonach Ihnen der Sinn steht, wir helfen Ihnen bei der Vorbereitung und Buchung gerne weiter. Schicken Sie uns einfach eine kurze Anfrage mit Ihren Ideen, Wünschen und Vorstellungen. Wir kümmern uns dann für Sie um alles Weitere.


 


Leistungsbeschreibung:

  • 15 x Übernachtung mit Frühstück in guten Mittelklasse- oder Premiumhotels wie benannt (oder gleichwertig).
  • Deutschsprachige Studienreiseleitung.
  • Alle Eintritte und angegebene Aktivitäten.
  • Bequemer, klimatisierter Mercedes Sprinter Kleinbus.
  • Flughafentransfer bei Ankunft.
  • Bei Anschlußbuchung nach der Rundreise Gratistransfer zu einem Badehotel (zwischen Cancun und Tulum).


Nicht im Preis enthaltene Leistungen:

  • Hin- und Rücklflug nach Mexiko.
  • Trinkgelder, sonstige Mahlzeiten, Getränke und persönliche Ausgaben.